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Nimm dir einen Augenblick. Unter der Lampe wartet immer nur ein Werk.

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Eine warme Salzgrotte mit einer Leinwand und gemütlichen Sitzplätzen

Fofftein

Sett di dal. De Welt löppt ok ahn di en poor Minuten wieder.

Die Bilder des Buches

Was dich erwartet

    Für wen ist dieses Buch?

    Hinter der Malstuuv

    Moin, ich bin Thomas

    Geboren wurde ich 1960. Groß geworden bin ich in den Siebzigern – in einer Zeit, in der die Welt zwar keineswegs heil war, sich aber trotzdem so anfühlte, als könne noch alles passieren. Unsere Möglichkeiten endeten dort, wo unsere Fantasie aufhörte. Und weil die selten stillstand, kamen wir ziemlich weit. Nebenbei entstand damals auch die beste Musik aller Zeiten. Darüber lasse ich nur ungern mit mir verhandeln.

    Dass Kreativität einmal einen so großen Teil meines Lebens einnehmen würde, habe ich lange nicht gewusst. Sie kam spät, dafür aber mit Nachdruck. Heute entstehen in meinem Kopf Bilder, Figuren und Geschichten, oft ohne Vorwarnung und selten einzeln. Manche verschwinden wieder. Andere setzen sich fest, machen es sich bequem und geben keine Ruhe, bis ich etwas aus ihnen gemacht habe.

    Dabei reicht mir ein Ergebnis nicht, nur weil es „eigentlich ganz schön“ ist. Wenn ich ein Bild im Kopf habe, dann weiß ich ziemlich genau, wie es aussehen soll. Ich sehe die Stimmung, das Licht, die Haltung einer Figur und manchmal sogar Kleinigkeiten, die vermutlich niemand außer mir bemerken würde. Aber ich bemerke sie. Also wird verändert, verworfen und neu angefangen, bis das Bild vor mir dem Bild in meinem Kopf möglichst nahekommt. Das ist Akribie. Man könnte es gelegentlich auch Sturheit nennen.

    Ich bin eine nicht immer widerspruchsfreie Mischung.

    Ungeduldig, aber bereit, mich stundenlang an einem Detail festzubeißen. Leicht chaotisch, aber mit sehr genauen Vorstellungen. Selbstkritisch und nachdenklich, zugleich durchaus in der Lage, fünfe gerade sein zu lassen. Ich bin Freigeist, kann mich wunderbar allein beschäftigen und halte viel von „leben und leben lassen“. Empathie ist vorhanden – manchmal allerdings eher bei Gelegenheit. „Gelegenheitsempath“ beschreibt mich deshalb vermutlich besser als jede schmeichelhaftere Formulierung.

    Von künstlicher Intelligenz bin ich begeistert. Nicht, weil sie einem das Denken abnimmt, sondern weil sie Türen öffnet, hinter denen die eigenen Ideen plötzlich Gestalt annehmen können. Sie ersetzt für mich weder Fantasie noch Arbeit. Sie ist ein Werkzeug – ein erstaunliches, manchmal eigensinniges Werkzeug, dem man sehr genau erklären muss, was man im Kopf hat.

    Bei aller Begeisterung bin ich misstrauisch gegenüber einfachen Versprechen. Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch. Vielleicht mag ich deshalb Dinge mit Ecken und Eigenarten lieber als glatt polierte, heile Welten. Perfektion interessiert mich weniger als Charakter. Nur das Bild – das soll am Ende bitte genauso aussehen, wie ich es mir vorgestellt habe.

    Thomas Schümann

    Das Gästebuch der Malstuuv

    Vertell mol wat

    Was hat dir gefallen, was ist dir aufgefallen, was möchtest du mir mit auf den Weg geben? Schreib es gern hier hinein. Jeder Eintrag wird von mir gelesen und erscheint erst nach meiner Freigabe.

    Hier ist noch Platz für die ersten Worte an der Wand der Malstuuv.

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